Įvertink prieinamumą

Wie machen Sie Ihre Website barrierefrei für Menschen mit Behinderungen?

Wie machen Sie Ihre Website barrierefrei für Menschen mit Behinderungen?

Barrierefreiheit im Web ist nicht nur ein technisches Thema. Für Einrichtungen im öffentlichen Sektor gehört sie zu den Grundlagen digitaler Angebote, die alle Einwohner, Mitarbeitenden und Anspruchsgruppen selbstständig nutzen können. Eine barrierefreie Website hilft Menschen mit Seh-, Hör-, motorischen und kognitiven Einschränkungen dabei, Informationen zu finden, Aufgaben zu erledigen und öffentliche Dienste ohne unnötige Hürden zu nutzen.

Für öffentliche Einrichtungen in der EU steht Barrierefreiheit zudem im Zusammenhang mit weiteren Pflichten, etwa Transparenz, gleichberechtigtem Zugang zu Leistungen, DSGVO und der Einhaltung anerkannter Standards. In der Praxis heißt das: Barrierefreiheit sollte von Beginn an mitgedacht werden, wenn Sie Webseiten erstellen oder ein Webdesign-Projekt planen, und nicht erst kurz vor dem Start geprüft werden. Ein guter Einstieg ist, Ihre Website anhand konkreter Fragen zu bewerten.

10 Fragen zur Bewertung der Barrierefreiheit Ihrer Website

1. Haben alle Bilder einen ALT-Text?

Alternativtexte ermöglichen es Screenreadern, Bilder für Menschen zu beschreiben, die sie nicht sehen können. Das ist besonders wichtig bei informativen Bildern, Diagrammen, Symbolen und visuellen Inhalten, die eine Bedeutung vermitteln.

Websites für Kommunen, Schulen, Museen oder Bibliotheken enthalten oft Schaubilder, Logos, Karten und Ablaufgrafiken. Jedes Bild sollte einen passenden Alternativtext haben. Rein dekorative Bilder sollten so gekennzeichnet sein, dass assistive Technologien sie überspringen können.

2. Enthalten Video- oder Audioinhalte Untertitel?

Untertitel helfen Menschen, die gehörlos oder schwerhörig sind, multimediale Inhalte zu verstehen. Sie unterstützen auch Nutzerinnen und Nutzer, die Inhalte in ruhiger Umgebung, in lauten öffentlichen Räumen oder in einer Zweitsprache ansehen.

Wenn Ihre Einrichtung Briefings, Bekanntmachungen, Beteiligungsverfahren oder Schulungsmaterial veröffentlicht, sollten Untertitel zum Standard gehören. Wo es sinnvoll ist, bieten Transkripte zusätzlich ein barrierefreies Format und verbessern die Auffindbarkeit von Inhalten.

3. Sind alle Formular-Buttons und Eingabefelder klar beschriftet?

Formulare sind oft der wichtigste Teil einer Website im öffentlichen Bereich, etwa wenn Bürgerinnen und Bürger Anträge stellen, Informationen anfordern oder Kontakt mit einer Abteilung aufnehmen. Buttons, Felder und Hinweise müssen eindeutig beschriftet sein, damit klar ist, welche Aktion erwartet wird.

Beschriftungen wie Antrag absenden, Dokument herunterladen oder Weiter zur Zahlung sind hilfreicher als vage Formulierungen. Klare Bezeichnungen verringern Fehler und erleichtern digitale Abläufe, weil Nutzende Formulare korrekt ausfüllen können.

4. Bleibt der Text lesbar, wenn das Fenster verkleinert wird?

Viele Menschen vergrößern Texte oder zoomen in Inhalte hinein, um sie besser lesen zu können. Ihre Website sollte auch dann nutzbar und gut lesbar bleiben, wenn sich die Schriftgröße ändert oder das Browserfenster kleiner wird.

Das ist besonders wichtig für ältere Menschen und Personen mit Sehbeeinträchtigungen. Flexible Layouts, anpassbare Schriftgrößen und ausreichende Abstände sorgen dafür, dass Inhalte auf verschiedenen Geräten und mit unterstützenden Einstellungen zugänglich bleiben.

5. Ist die Bedienung der Website vorhersehbar?

Vorhersehbare Oberflächen helfen Nutzerinnen und Nutzern, sich ohne Verwirrung durch eine Website zu bewegen. Navigation, Buttons, Menüs und Seitenaufbau sollten sich von Bereich zu Bereich konsistent verhalten.

Für öffentliche Einrichtungen ist das besonders wichtig, weil viele Menschen die Website unter Zeitdruck besuchen, um etwas Konkretes zu erledigen. Unerwartete Pop-ups, uneinheitliche Navigation oder wechselndes Verhalten von Buttons schaffen unnötige Hürden und mindern das Vertrauen.

6. Ist der Farbkontrast ausreichend?

Texte und Bedienelemente brauchen genügend Kontrast zum Hintergrund, damit sie lesbar bleiben. Guter Kontrast unterstützt Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, Farbsehschwächen und alle, die einen Bildschirm bei ungünstigen Lichtverhältnissen nutzen.

Der Kontrast sollte bei Fließtexten, Überschriften, Buttons, Links und Formularfeldern geprüft werden. Barrierefreiheit nach WCAG und BITV 2.0 darf sich nie allein auf Farbe stützen.

lt